Greenwashing in der Kosmetik erkennen

Greenwashing erkennen: 7 Marketing-Tricks, die du durchschauen solltest

Grünes Etikett, ein Blatt im Logo, das Wort natürlich in großer Schrift. Sieht nachhaltig aus, muss es aber nicht sein. Genau das nennt man Greenwashing. Hier sind sieben Tricks, die du ab jetzt durchschaust.

1. Grüne Optik ohne Substanz

Erdtöne, Blätter und Naturbilder sprechen das Gefühl an, sagen aber nichts über den Inhalt. Verpackung ist Gestaltung, kein Beweis.

2. Schwammige Begriffe

Wörter wie natürlich, rein oder sanft sind nicht geschützt. Jede Marke darf sie verwenden, ganz ohne Nachweis. Sie klingen gut und bedeuten für sich genommen wenig.

3. Der Frei-von-Trick

Frei von etwas klingt nach Sicherheit, lenkt aber oft ab. Manchmal wirbt ein Produkt damit, ohne einen Stoff auszukommen, der in dieser Produktart ohnehin nie vorkommt. Das ist Marketing, kein Mehrwert.

4. Ein natürlicher Star, der Rest Nebensache

Ein einziger beworbener Pflanzenstoff auf der Vorderseite sagt nichts über den Rest der Rezeptur. Oft steckt der gefeierte Inhaltsstoff nur in winziger Menge drin. Ein Blick auf die INCI-Liste verrät mehr.

5. Selbst erfundene Siegel

Nicht jedes Logo ist ein anerkanntes Siegel. Manche Marken gestalten eigene Stempel, die offiziell aussehen, aber von niemandem geprüft werden. Achte auf echte, unabhängige Zertifizierungen.

6. Ein grünes Produkt, ein grauer Rest

Manche Unternehmen stellen eine nachhaltige Linie nach vorne, während der Großteil des Sortiments unverändert bleibt. Ein einzelnes Vorzeigeprodukt macht noch keine nachhaltige Marke.

7. Zahlen ohne Zusammenhang

Angaben wie zu einem gewissen Anteil natürlichen Ursprungs klingen beeindruckend, sind ohne Kontext aber kaum prüfbar. Wasser zählt zum Beispiel oft mit.

So prüfst du wirklich nach

Lies die INCI-Liste, achte auf anerkannte Siegel und schau, ob die Marke offen über ihre Inhaltsstoffe spricht. Transparenz ist schwerer zu fälschen als ein grünes Design. Wir bei FAUN setzen lieber auf nachvollziehbare Angaben als auf große Worte.

Kurz gesagt

Greenwashing arbeitet mit Optik und Gefühl, nicht mit Fakten. Wer auf Siegel, INCI-Liste und echte Transparenz achtet, lässt sich nicht von grüner Farbe blenden. Frag im Zweifel: Wo ist der Beweis?